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Zechen

Was wäre das Ruhrgebiet ohne seine Zechen. Ganz einfach: dann gäbe es das Ruhrgebiet nicht. Ab dem 17. Jahrhundert beeinflusste der Kohleabbau das spätere Bild des Reviers. Keine andere Region in Deutschland wurde so von der Kohle geprägt wie der Pott.
Von ehemals etwa 3.200 Zechen die es in der 200-jährigen Geschichte des Bergbaus in dieser Region gab, sind heute gerade mal noch 2 Zechen in Betrieb und auch für diese ist spätestens 2018 Schluß. Wobei die erwähnten 3.200 nicht gleichzeitig aktiv waren. Bei den Zechen gab's schon immer ein Kommen und Gehen. Den Höchststand aktiver Zechen wurde 1857 erreicht. Da waren es offiziell 296 Bergwerke, die hier nach Kohle gruben.

Einzelne Eisenhütten bildeten frühe Kerne der Industrialisierung. Hervorzuheben sind die 1758 entstandene St.-Antony-Hütte in Oberhausen-Osterfeld, die 1782 gegründete Gutehoffnungshütte in Oberhausen-Sterkrade und die Eisenhütte Neu-Essen in Oberhausen-Lirich, in der ab 1791 produziert wurde. Hier entstanden bereits früh wichtige Technologien der Eisenerzeugung bei der Verhüttung der abgebauten Erze unter Verwendung von Holzkohle.

Kohle wurde zwar schon im 13. Jahrhundert abgebaut, jedoch konnte zu dieser Zeit noch nicht von Bergbau, sondern eher von Kohlengräberei gesprochen werden. Ein Ausgangspunkt des Ruhrbergbaus war das Muttental bei Witten. Industriell wurde der Bergbau erst ab Anfang des 19. Jahrhunderts betrieben.

Innerhalb weniger Jahrzehnte entstanden über 220 Zechen, im Jahre 1850 waren es bereits fast 300. In Kokereien wurde aus der Kohle Koks erzeugt, der in den Hochöfen der angesiedelten Eisen- und Stahlhütten zur Roheisen- und Stahlerzeugung benötigt wurde. Noch bevor die Kohlevorkommen entlang der Ruhr erschöpft waren, entstanden weiter nördlich neue Zechen. Der Ruhrbergbau wanderte, den Flözen in die Tiefe folgend, von Süden nach Norden, von der Ruhr an die Emscher und schließlich zur Lippe. Die Erschließung des Ruhrgebiets als Lieferanten für Kohle und Stahl förderte wiederum die Gründung vieler Eisenbahngesellschaften.


Auch wenn im Ruhrgebiet ein großer Strukturwandel stattgefunden hat, und früher bei Zechenschließungen die Abrißbirne zuschlug, gibt es heute Gottseidank noch einige guterhaltene Industriedenkmäler aus dieser Zeit. Einige Gebäude stehen unter Denkmalschutz und Zeche Zollverein hat es sogar zum Weltkulturerbe gebracht. Natürlich ist es schön, daß inzwischen an Rhein und Ruhr der Himmel wieder blau erstrahlt und der Pott sich in grüner Vielfalt präsentiert, aber zu unserer Vergangenheit gehören nun mal auch Fördertürme, Kokereien, Hochöfen und rauchende Schlote und ich persönlich finde es prima, das es noch Orte hier gibt, die an diese Zeit erinnern und nicht alles dem Erdboden gleich gemacht wurde.

Auf dieser Seite findet ihr zwei Auflistungen zu diesem Thema. Einmal eine umfangreiche Liste aller Zechen, die es im Ruhrgebiet gab, mit Name, Ort , Beginn und Ende der Anlage.
Die zweite Liste enthält alle Standorte, an denen noch komplette Anlagen (Zeche Zollverein) oder zumindest noch Teile (Fördertürme, Gebäude) der ehemaligen Zechen stehen und teilweise neu genutzt werden. Zu allen diesen Highlights gibt es Infos, Adressen und teilweise Fotos.

 


 

Liste von Zechen im Ruhrgebiet

 


 

Bestand aller sichtbaren Zechen im Ruhrgebiet

 

Quelle: Wikipedia