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Zeche Sterkrade
Von-Trotha-Straße 28
46149 Oberhausen-Sterkrade


Geodaten

51°31'03.9"N 6°50'14.2"E


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Zeche Sterkrade

Nachdem mit der Gründung des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats 1893 die Konkurrenz der Bergbau-Gesellschaften auf dem Kohlemarkt ausgeschaltet war, lohnte es sich für die Gutehoffnungshütte (GHH), ihre Eisenwerke auf eine eigene Kohlenbasis zu stellen. Innerhalb nur weniger Jahre teufte sie nördlich der Emscher drei neue Schachtanlagen ab: Hugo 1895, Sterkrade 1897 und Vondern 1898. Ein Einsatz, der sich auszahlte. Zusammen mit den anderen GHH-Zechen konnte die Hütte ihren gesamten Kohlebedarf aus eigener Förderung decken und gleichzeitig entwickelte sich der Bergbau zu einem eigenen profitablen Unternehmenszweig.

Ursprünglich geplant war die Zeche Sterkrade als Wetter- und Seilfahrtschacht für Hugo und Osterfeld. Aber als 1898 der erste Schacht von Hugo zu Bruch ging, baute die GHH Sterkrade zur Kohlenförderung aus. Nach Fertigstellung der ersten Übertagebauten kam 1903 die erste Kohle auf Sterkrade ans Licht. In den fünf folgenden Jahren erhielt die Schachtanlage Separation, Kohlenwäsche, ein erstes Kraftwerk, Kokerei und Nebenproduktanlage. Im Zuge von Rationalisierungen Anfang der 1930er Jahre wurde Sterkrade Außenschachtanlage der Zeche Osterfeld, die wie auch die Zeche Jacobi zur Großschachtanlage ausgebaut worden war. Seilfahrt, Materialförderung und Wetterführung blieben auf Sterkrade in Betrieb, ebenso das Kraftwerk. Nach Bildung des Verbundbergwerks Osterfeld-Lohberg 1991 legte die RAG die Zeche endgültig still.

Ein denkmalwertes Objekt hat die Zeche Sterkrade hinterlassen: ein Dreistrebengerüst über Schacht 1 aus dem Jahre 1903 gehört zu den ältesten erhaltenen "Deutschen Strebengerüsten". Von den ursprünglichen vier Scheiben haben zwei die Zeit überdauert. Im rheinischen Ruhrgebiet verwendete vor allem der Thyssen-Bergbau diese Bauart (Typ "Promnitz"), von denen heute nur noch wenige erhalten sind. Die Schachthalle von 1913, ein dreigeschossiger historischer Backsteinbau, weist rundbogige Blendnischen auf und eine mit Kämpfern und Schlusssteinen gestaltete Fassade, die durch Gesimse und ein Rundbogenfries horizontal gegliedert ist.

Schachthalle und Fördergerüst sind ein Standort der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur.

Quelle: Route Industriekultur