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Siedlung Grafenbusch
Am Grafenbusch
46047 Oberhausen


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51°29'27.4"N 6°51'46.1"E


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Siedlung Grafenbusch

Im September 1909 genehmigte der Aufsichtsrat der GHH die "Anlage einer großzügig gedachten Beamten-Kolonie" für die leitenden Angestellten der nahegelegenen Hüttenwerke und ihre Familien. Mit dem Entwurf wurde der bekannte Architekt Bruno Möhring aus Berlin beauftragt.

Zwischen 1910 und 1923 entstanden in vier Bauabschnitten 21 Häuser mit 35 Wohnungen für etwa 120 Bewohner/innen und 60 Hausangestellte. Zunächst wurden drei Einfamilienvillen und ein Doppelhaus am so genannten Pariser Platz erstellt. Jedes dieser Häuser zeichnet sich durch andere Stilmittel aus. Zur zweiten Bauphase gehören die sechs Häuser auf der Seite zum Kaisergarten. Alle verfügen über getrennte Personal- bzw. Lieferanteneingänge, die sich durch ihre bescheidenere Ausführung deutlich von den Haupteingängen unterscheiden. Zwischen 1918 und 1923 wurden die Grundstücke entlang der Bahnstrecke mit Doppel- und Mehrfamilienhäusern bebaut.

Die Rangordnung der Familien findet in der Wohnlage, im Haustyp als Einfamilien-, Doppel- oder Mehrfamilienhaus und in der Größe der Wohnungen ihren Ausdruck. Letztere reichte von 300 m2 in Einfamilienvillen über 200 m2 in großen Doppelhäusern bis zu 160 m2 in Mehrfamilienhäusern. Zum Vergleich: In der Arbeitersiedlung Eisenheim lagen die Wohnflächen für eine Familie zwischen 55 m2 und 65 m2. In der Villa Nr. 1, an der Straßengabelung, wohnten immer Mitglieder des Vorstandes. Trotz ihrer großzügigen Erscheinung wirken die Häuser zurückhaltend. Ornamente und repräsentative Bauformen wurden sparsam eingesetzt. Der Vorrang des Privaten, den die äußere Gestaltung zu erkennen gibt, kennzeichnet auch die Grundrisse, die nicht auf den Empfang großer Gesellschaften ausgerichtet sind. Mannshohe dichte Hecken, Gartenmauern und Tore, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum Teil nicht wieder hergestellt wurden, trennten die Häuser vom Straßenraum und voneinander. Wächter bzw. Polizisten bewachten das Villenviertel.

Quelle: Route Industriekultur