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Kontakt & Infos

Siedlung Dunkelschlag
Weseler Straße, Erzstraße, Dammstraße, Grubenstraße, Zechenstraße
46149 Oberhausen-Sterkrade


Geodaten

51°31'38.6"N 6°49'36.0"E


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Siedlung Dunkelschlag

Die Siedlung Dunkelschlag wurde gleichzeitig mit der Zeche Sterkrade errichtet und bestand zunächst aus 50 Vierfamilienhäusern mit Kreuzgrundriss. Zu jeder Wohnung gehörten Stallgebäude und Garten. Mit Gartenbau und Kleinviehhaltung konnten die Bergarbeiterfamilien Lohnschwankungen ausgleichen und in Zeiten der Not das Überleben sichern. In den 1920er Jahren wurde die Siedlung nach Plänen des Architekten Bruno Möhring ergänzt, der auch eine inzwischen abgerissene Kleinkinderschule baute.

Während des Kapp-Putsches, mit dem rechtsgerichtete Militärs 1920 die Reichsregierung stürzen wollten, meldeten sich aus der Siedlung Dunkelschlag alle jungen Männer zur "Roten Armee Sterkrade". Einige junge Frauen schlossen sich als Sanitäterinnen an. Sechs Männer kamen ums Leben. Die Siedlung Dunkelschlag wurde zu einer Hochburg der KPD und stand im Ruf, ein "radikales Nest" zu sein. Mit Beginn des NS-Regimes kam es zu Razzien und Verhaftungen. Getarnt, z.B. als "Sparclub Altpreußen", konnten manche Aktivisten die NS-Zeit überstehen.

Anfang der achtziger Jahre führten Grubensenkungen zu Schäden in Teilen der Siedlung, worauf die Wohnungsverwaltung der Thyssen AG einige Häuser abbrechen ließ. Eine Bürgerinitiative verhinderte die Verwirklichung weiterer Abrisspläne. 1987 wurde die Siedlung unter Denkmalschutz gestellt. Eine fachgerechte Sanierung konnte beginnen. Als durch die Planung der Landstraße 215 erneut Teile der Siedlung in Gefahr gerieten, gelang es der Bürgerinitiative, eine Änderung der Straßenführung zu erreichen.

Die Siedlung Dunkelschlag bietet das Bild einer typischen Zechenkolonie mit weitgehend gleichen Wohnungen als Ausdruck der geringen Qualifikations- und Rangunterschiede unter den Bergarbeitern.

Quelle: Route Industriekultur